Wohnhaus Hochallee
Das Wohnhaus des GPZE hat 36 Plätze für erwachsene Männer und Frauen, die sich auf drei getrennte Wohngruppen mit jeweils 12 Bewohnern verteilen.
Jede der drei Wohngruppen wird durch ein multiprofessionelles Mitarbeiterteam angeleitet, das ein strukturiertes wöchentliches Kern-Rehabilitationsprogramm mit psychotherapeutischen, sozialtherapeutischen und lebenspraktischen Inhalten anbietet.
Therapeutische Umsetzung
Wie die benannten Rehabilitationsziele in den einzelnen Wohngruppen verwirklicht werden ist unter den Beschreibungen der jeweiligen Gruppe nachzulesen. Die Bewohner aller Wohngruppen nehmen mit den Tagesstättenbesuchern zusammen je nach individuellem Bedarf an den übergreifenden Rehabilitationsangeboten des GPZE teil.
Im gesamten Übergangswohnheim ist außerhalb der offiziellen Programmzeiten rund um die Uhr ein Bereitschaftsdienst im Haus, der in Notfällen jederzeit erreichbar ist und bei der Medikamentengabe unterstützt.
Die ärztliche und medikamentöse Begleitung der Bewohner erfolgt über niedergelassene Ärzte.
Rehabilitative Maßnahmen außerhalb des Hauses im Hinblick auf Arbeit oder Ausbildung werden gegebenenfalls unterstützt.
Besuche kultureller und sportlicher Veranstaltung können für Kleingruppen finanziell unterstützt werden.
Räumlich-sachliche Ausstattung
Das Übergangswohnheim des GPZE liegt in zentraler Lage. Es ist zusammen mit den anderen Einrichtungsteilen (Tagesstätte, Verwaltung, Werkstatt) in den Gebäuden des ehemaligen Kinderkrankenhauses in der Hochallee untergebracht. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es sehr gut zu erreichen (U1 Hallerstraße, Bus 115 Haltestellen Hallerstraße oder Parkallee)
Die drei Wohngruppen haben separate Bereiche in der Hochalle 3 und der Hallerstraße 63. Jede Wohngruppe ist mit einer Gemeinschaftsküche, Gruppenraum mit TV und Video sowie einem Therapieraum und eigenen sanitären Anlagen ausgestattet. Neben Haustelefonen auf allen Etagen (Pro Wohngruppe 1 Apparat mit Amtsanschluß) gibt es in der Hochallee 1 und in der Hochallee 3 je einen Münzfernsprecher.
Alle Bewohnerzimmer haben eine Grundausstattung mit Bett, Tisch, Nachttisch, Stühlen, Regal und Waschbecken.
Für alle Wohngruppen steht ein Waschraum mit 2 Waschmaschinen und 2 Trocknern zur Verfügung.
Die Bettwäsche und Handtücher werden durch das Haus gestellt und gereinigt.
Zwei Räume für Ergotherapie, wovon einer mit Werkmaschinen und Brennofen ausgestattet ist, und eine Dunkelkammer mit fototechnischer Ausstattung und zwei Videoanlagen werden von allen Gruppen genutzt.
Der Garten des GPZE wie eine Bewohnerbibliothek und ein Tischtennisraum in der Hochallee 3 stehen allen Bewohnern zur Nutzung zur Verfügung.
Fahrräder können im Innenhof überdacht abgestellt werden.
Die Versorgung erfolgt (soweit keine Selbstversorgung in den Gruppen) zum Teil über die Großküche des GPZE.
Erfahrungswerte
Die Zielsetzung der nachklinischen Rehabilitation von Bewohnern mit Doppeldiagnose wie der anderen Bewohner liegt weniger in einer klassischen Heilung, sondern eher in der Stabilisierung und darin, einen optimalen Umgang mit der psychischen Erkrankung und ggf. mit dem Suchtdruck zu erlernen. Die Bewohner selbst geben meistens den Zugewinn an Selbständigkeit als Lernziel an. Bewohner mit Doppeldiagnose nennen darüber hinaus die Suchtmittelfreiheit als primäres Ziel, um das Risiko erneuter Dekompensation zu verringern.
