Die Wohngruppen 2 und 3
Die Wohngruppen 2 und 3 haben die gleiche Zielgruppe und vergleichbare Konzepte.
Wir bieten eine stationäre psychosoziale Rehabilitation für je 12 Frauen und Männer an. In einem wohnlich gestalteten Umfeld im Gemeinschaftsleben mit den Mitbewohnern halten wir ein strukturiertes wöchentliches Therapieprogramm vor, das hauswirtschaftliche, sozialtherapeutische und psychotherapeutische Inhalte umfasst.
Auf der Basis der individuellen Lebenssituation und Ressourcen unterstützen wir die Bewohner, ein Krankheitsverständnis zu entwickeln und alternative Bewältigungsstrategien zu erlernen. Wir fördern soziale und alltagspraktische Kompetenzen und begleiten die Klienten dabei, angemessene Entwicklungsziele zu entwickeln und umzusetzen. Dies umfasst auch Fragen der beruflichen Rehabilitation.
Das Ziel der Rehabilitation ist es, die Klienten dabei zu unterstützen ihr Leben eigenständig so gestalten zu können, dass es ihren Bedürfnissen gerecht wird.
Mitarbeiter in der Wohngruppe 2
1 Sozialpädagogin
1 Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
1 Krankenschwester
1 Ergotherapeut
und ggf. Berufspraktikanten
Mitarbeiter in der Wohngruppe 3
1 Sozialpädagoge
1 Krankenschwester
1 Diplompsychologe
1 Ergotherapeutin
und ggf. Berufspraktikanten
Räumlich-sachliche Ausstattung
Den Bewohnern stehen hauptsächlich Einzelzimmer zur Verfügung. In beiden Wohngruppen gibt es ein Doppelzimmer und Apartmentwohnungen in der Hochallee 15. Alle Zimmer sind mit Bett, Nachttisch, Tisch, Stühlen und einem Schrank möbliert. In jedem Zimmer ist ein Waschbecken vorhanden. Nach vorheriger Absprache ist es möglich eigene Möbel mitzubringen
Es gibt in beiden Gruppen eine große Gemeinschaftsküche, die auch als Essraum und Teeküche genutzt wird. Im Kühl- und Gefrierschrank können private Lebensmittel gelagert werden. Ein Gruppenraum mit TV/Video steht zur Verfügung (in der WG 2 mit Bewohnerbibliothek; dort nur außerhalb der Programmzeiten als Gemeinschaftsraum nutzbar).
Sanitäre Anlagen WG 2:
3 Bäder mit Dusche und WC, für Frauen und Männer getrennt.
Sanitäre Anlagen WG3:
2 Duschbäder (1 mit Toilette), 1 Bad mit Badewanne und Toilette, 2 Einzeltoiletten.
Therapeutische Umsetzung
Während Ihres Rehabilitationsaufenthaltes ist die Wohngruppe für Sie Ihr erster Wohnsitz. Wir wollen Ihnen ein sicheres und gesundheitsförderndes Umfeld bieten, in dem das Leben in der Gruppengemeinschaft, die therapeutischen Programme und hauswirtschaftlichen Anforderungen zum Alltag gehören.
Neben dem Gruppenleben und dem Rehabilitationsprogramm gibt es auch Raum für Rückzug und Abgrenzung.
Ihre Therapieziele werden in einem individuellen Rehabilitationsplan mit Ihnen vereinbart und laufend weiterentwickelt. Diese Therapieziele bilden die verbindliche Grundlage für die sozialtherapeutische Rehabilitation im GPZE.
Ihre Arbeitswoche ist durch ein Wochenprogramm mit therapeutischen und hauswirtschaftlichen Aspekten gegliedert. Es findet an Werktagen zwischen 8.30 und 17.00 Uhr statt. Das Wochenprogramm umfasst die Teilnahme an den Kernangeboten der Wohngruppe 2 oder 3 und je nach individueller Vereinbarung nehmen Sie zusätzlich Angebote des übergreifenden Rehabilitationsangeboten im GPZE wahr.
Außerhalb dieses Programms und an den Wochenenden gestalten Sie ihre Zeit selbständig. Ein Bereitschaftsdienst ist immer im Haus anwesend.
Die medizinische Versorgung erfolgt durch niedergelassene Psychiater. Die Umsetzung der ärztlichen Verordnungen begleiten wir. Im Bedarfsfall erhalten Sie Unterstützung beim Stellen der Medikamente und werden von uns über Sinn und Gefahren im Umgang mit Neuroleptika aufgeklärt. Auch Begleitung zu Arztterminen oder gemeinsame Gespräche mit Ihnen und dem Arzt sind möglich. Ziel ist es, Ihnen einen selbständigen und verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten zu ermöglichen. Sollte während ihrer Rehabilitation ein stationärer Krankenhausaufenthalt nötig werden, halten wir auch dort den Kontakt zu Ihnen und vermitteln gegebenenfalls zwischen den verschiedenen Behandlern.
Therapeutische Angebote
Die therapeutischen Kernangebote der Wohngruppe 2 und 3 unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander. Die Teilnahme an den Kernprogrammen ist für alle Bewohner der Gruppe verpflichtend.
In beiden Wohngruppen finden wöchentlich mehre Gruppentreffen statt. Zum Wochenbeginn gibt es eine Gesprächsgruppe, um gemeinsam den Wocheneinstieg zu finden und sich über Erfahrungen an den Wochenenden auszutauschen. In einer weiteren Gesprächsgruppe geht es schwerpunktmäßig darum, die Beziehungen zu den Mitbewohnern und Mitarbeitern zu thematisieren und gemeinsam zu reflektieren. Weiterhin gibt es Organisationsbesprechungen, bei denen z. B. die Haushaltsplanung und Freizeitaktivitäten besprochen werden.
Angebote
Schwimmen:
Einmal wöchentlich bieten wir den Besuch eines öffentlichen Schwimmbads an.
Versorgung, Hauswirtschaft:
Diese Aufgaben werden von den Bewohnern unter Anleitung selbständig verrichtet. Dazu gehören Einkaufs- und Kochplanung, Kochen für die Gruppe, Essensgeldverwaltung, Reinigungsarbeiten in den gemeinschaftlich genutzten wie in den eigenen Räumen sowie die Teilnahme an den gemeinsamen Mahlzeiten. Ziel ist es, Kompetenzen zu vermitteln, die eine eigenständige Haushaltsführung ermöglichen.
Einzelgespräche:
Wir arbeiten mit einem Bezugstherapeutensystem und bieten wöchentliche Einzelgespräche an. Der Bezugstherapeut begleitet die Bewohner kontinuierlich über den gesamten Verlauf der Rehabilitation im GPZE. Er steht ihm in Krisenzeiten, bei Behördenangelegenheiten, bei der Schuldenregulierung oder Wohnungssuche und der Planung und Umsetzung von Ausbildungs- und Arbeitsperspektiven zur Seite.
Familiengespräche:
Finden im Bedarfsfall statt.
Gemeinschaftliche Unternehmungen / Sozialtherapeutische Gruppenmaßnahmen:
Zur Förderung und Entwicklung von Kompetenzen in der Freizeitgestaltung planen wir im Rahmen der wöchentlichen Außenaktivitäten gemeinsame Unternehmungen. Mehrfach im Jahr finden Tagesausflüge statt. Eine einwöchige therapeutische Gruppenreise ist verpflichtender Bestandteil des Programms.
